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SchwachSuper 
Erstellt am Sonntag, 18. Oktober 2015 Zuletzt aktualisiert am Samstag, 09. Januar 2016 Geschrieben von Super User

Auf geht´s nach ...

Zu Beginn der Herbstferien steht wieder einmal unser Trainingslager für die Kinder und Jugendlichen der Rockabillies auf dem Programm. Trainingslager der Eltersdorfer Rock´n´Roller ist eigentlich ein Synonym für Selb, denn dort fahren wir schon seit vielen Jahre immer wieder hin. Doch in diesem Jahr ist wieder einmal alles anders.

So ein Trainingslager im Herbst beginnt ja schon viele, viele Monate früher. Obwohl wir bei den Rockabillies echt schon routinierte Trainingslagerplaner sind, ist die Vorplanung das A und O einer solchen Veranstaltung. Bereits im Januar diesen Jahres suchten wir nach einem passenden Termin. Also, es sollte nicht in einer Zeit stattfinden, wenn sowieso schon ein Fest das andere jagt, nämlich Ende Juni und im Juli kurz vor den Ferien. Außerdem sollte in der Schule nicht zu viel los sein, also keine Klausuren, Schulaufgaben oder Hausarbeiten anstehen. Ok, dann können wir das Trainingslager nur noch in den Ferien anbieten. Weihnachten mit dem Weihnachtsbaum ins Trainingslager wäre mal ein echter Knaller. Die Teilnehmerzahlen wären voraussichtlich übersichtlich und wir könnten uns den Bus sparen. Apropos Bus: der treibt die Kosten immer kräftig nach oben. Aber ohne Bus kein Selb, denn mit der Bahn nach Selb würde bedeuten, dass wir am Freitag losfahren müssten, mit mehrmaligem Umsteigen - was für ein Spaß. Und dann wären wir am Sonntag auch erst sehr spät zurück. Ob das billiger ist, müsste man zusätzlich erst einmal klären. Nein, keine gute Idee. Doch zurück zum Termin. Wir sind also irgendwie an die Ferien gebunden. Sommerferien scheiden aus, denn wir Trainer müssen ja auch einmal abschalten. Pfingsten sind die Kids auch immer mit den Eltern unterwegs, ist also auch keine gute Idee. Ostern zum Eiersuchen nach Selb - das wäre doch super. Aber da fahren unsere Aktiven auch gerne noch zum Skifahren in die Alpen. Die Faschingsferien sehen da leider auch nicht besser aus. Bleiben eigentlich nur noch die Herbstferien. Der Vorteil bei diesen Ferien ist, dass die Schule erst angefangen hat und die meisten Rockabillies da nicht mehr wegfahren. Wenn wir dazu noch am Anfang ins Trainingslager verschwinden, dann das Training so richtig anstregend gestalten, dann haben die Rock´n´Roller noch eine ganze Woche Zeit, um sich zu erholen. Perfekt, oder?

Weit gefehlt. Perfekte Termine für ein Trainingslager gibt es nicht, denn wir haben ja auch noch angehende Abiturienten. Und was tun diese in den Herbstferien? Richtig! Sie basteln vergnügt und vollkommen entspannt an ihrer Seminararbeit. Da werden noch die letzten Seiten erstellt, das ganze in Form gebracht und am Ende nochmals komplett umgeworfen. Doch ein Abiturient stört sich nicht daran, dass er zwei Tage auf Trainingslager fährt, denn dann hat er ja noch eine gute Woche bis zur Abgabe der Seminararbeit. Es bleibt dabei, wir fahren Anfang der Herbstferien.

Nächster Schritt: den Termin auf den Rockabillies-Kalender setzen. Dort kann jeder nachlesen, wann das Trainingslager stattfindet und sich den Termin schon einmal fett im Kalender eintragen. Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen kann es ja so fast nicht mehr geben ... sollte man meinen.

Im Frühsommer erstellen wir die Ausschreibung für das Trainingslager. Halt! Wo fahren wir denn eigentlich hin, denn das Busproblem haben wir ja noch nicht gelöst. Welche Alternativen gäbe es denn zu Selb? Grübel, grübel ... Malle wäre toll. Früh gebucht für 19 Euro hin und zurück. Ok, da darf dann kein Gepäck dabei sein, aber es wäre günstig und wäre ja auch warm. Wir bräuchten also nur leichtes Gepäck. Aber für zwei Tage ist der Flug dann doch etwas zu weit und zu aufwändig. 

Wie auch immer, irgendwann sind wir dann auf Streitberg gekommen. Mitten rein in die fränkische Schweiz. Cool, dort gibt es ein Sporthotel. Klingt irgendwie teuer. Bus bräuchten wir dort auch, denn nach Streitberg mit der Bahn klappt es auch nicht. Außerdem hat Streitberg keine Sporthalle. Ein Sporthotel ohne Sporthalle ... ist echt schräg, oder? Aber da findet sich sicher eine Alternative. Die Preise sind ok, es ist näher als Selb und eine Gemeindehalle ist am Ort. Das klingt auf jeden Fall interessant. Wir starten mal eine Anfrage, ob das überhaupt klappen würde. Und René fährt einmal vorbei und schaut sich das Hotel und die Umgebung an. Kurz darauf liegt ein Angebot auf dem Tisch. Nochmals schnell durchrechnen: ja, sollte passen. Wir reservieren also für das Trainingslager ein Sporthotel. 

Inzwischen sind wir im Juni angelangt und die Sommerferien stehen schon vor der Tür. Wir müssen Mitte August beim Sporthotel fest zusagen, ob wir und mit wie vielen Leuten wir kommen. D. h. wir müssen schnellstmöglich die Ausschreibung zum Trainingslager verteilen und die Anmeldungen von den Teilnehmern einfordern, mit Termin versteht sich. Anfang Juli geht die PDF-Datei an die Kids und die Eltern, mit Anmeldeschluss Ende Juli. Mitte Juli ist die Anmeldezahl der sommerlichen Hitze zum Opfer gefallen. Wir haben genauso niedrige Anmeldezahlen wie die Niederschlagsmenge im trockenen Juli 2015. Da schießen wir doch gleich noch eine Erinnerungs-E-Mail an die Rockabillies raus - trocken, staubig und direkt. Ein paar Tage später tut sich was. Jetzt sind es schon 10 Anmeldungen, doch leider ist es nur noch eine Woche bis zum Anmeldeschluss. 

Wir fragen nochmals nach - weitere 5 Anmeldungen flattern herein. Die magische 25 ist leider noch in weiter Ferne. Wir wechseln das Medium. WhatsApp geht immer. Weitere 5 Anmeldungen liegen uns bis zum Anmeldeschluss vor. Und jetzt? Richtig! Wir telefonieren mal klassisch nach und erhalten doch noch die eine oder andere vage Zusage, denn der Termin liegt doch noch in so weiter Ferne.

Wir entscheiden uns dafür, dass es schon werden wird und schicken dem Hotel unsere Zusage. Nach dem ganzen "Gehühner" fahren die Trainer in den wohl verdienten Urlaub und lassen es sich an der Zugspitze, in Istrien und an der Côte d'Azur so richtig gut gehen. "Gut Ding will Weile haben" - da steckt doch wirklich viel Wahrheit drin. Nach den Ferien sind dann alle wieder ganz entspannt im Training und dann fragen wir einfach, hartnäckig wie wir eben sind, nach. 

Ende September, nachdem auch alle Trainier wieder wohlbehalten am Freitagabend in Eltersdorf in der Halle stehen, schaffen wir es, dass sich doch noch welche zum Trainingslager anmelden würden, hätten sie doch ein Anmeldeformular, welches ja nicht im Internet zu finden war und das E-Mail-Postfach, trotz fleißiger Suche, die damalige E-Mail einfach nicht mehr rausgerückt hat. Da kann man sich dann ja auch nicht anmelden. Kein Problem, wir schicken das PDF-Teil nochmals an interessierte Rockabillies raus und tatsächlich kommt wieder ein Schwung Anmeldungen rein. Geht doch. Da stört es auch nicht, wenn sich die nächsten gleich mal wieder abmelden. Ist echt lustig mit den Anmeldezahlen. Das gleicht manchmal einem Aktienkurs, der mal steigt und dann wieder fällt.

Anfang Oktober treffen wir uns am Samstagabend, um dem Trainingswochenende den letzten Schliff zu geben. In einer doch etwas längeren Sitzung werden die Trainingsinhalte diskutiert, Unterrichtseinheiten festgelegt und Verantwortliche zugeordnet. Außerdem gibt es noch eine Reihe offener Punkte, die mit dem Hotel geklärt werden müssen und das Abendprogramm braucht ebenfalls ein wenig mehr Inhalt. Am Ende der Besprechung hat jeder ein Päckchen mit Aufgaben im Gepäck und eine Liste mit Terminen und "Todos". Aber das ist nichts Neues, das war in den Jahren davor auch schon immer so. Die paar Punkte kriegen wir auch noch erledigt und dann geht es Ende Oktober ab ins Trainingslager, aber eben nicht nach Selb, sondern nach Streitberg. Das wird bestimmt wieder lustig, interessant, witzig und sicher auch ein wenig anstrengend. Kein Problem, danach sind ja Herbstferien ... zumindest für die Kids. Mal sehen, wie viele Kids am Tag der Abfahrt dann tatsächlich mit nach Selb ... Streitberg fahren wollen.

Trainingslager 2014 in ... ratet mal.

 

Copyright 2015 The Rockabillies Erlangen - Trainingslager 2015. Die Rock´n´Roll- und Boogie-Woogie Abteilung im SC Eltersdorf (Erlangen)
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